Die Bücher

Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes

Band 64 (2015)

Herausgeber: Österreichisches Volksliedwerk

Mille Tre Verlag, Wien 2015 • Bibliothek Wissenschaft
ISBN 978-3-900198-44-2
292 Seiten, 16,5 × 23,8 cm, Softcover
€ 33,00

Reihe „Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes“

Das Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes veröffentlicht seit 1952 aktuelle Texte und Arbeiten aus der volkskulturellen und volksmusikalischen Wissenschaft und Praxis. Im vorliegenden 64. Band bietet der erste Teil in bewährter Art und Weise eine Nachlese zur Sommerakademie 2014 „Wir und die Anderen“. Ausgewählte Referate zeigen unter anderem, wie das „Eigene“ in kulturellen Ausdrucksformen betont und hervorgehoben und dadurch „Anderes“ entsteht und definiert wird.

Der zweite Teil umfasst Beiträge zu unterschiedlichen Themen. Diese reichen von der von Bernhard Gamsjäger verfassten Biografie des Volkssängers Sepp Fellner, über instrumentenkundliches zum Raffele und seiner Spieltradition vor allem in Südtirol von Gernot Niederfriniger bis hin zu einem Feldforschungsbericht über Straßenmusik in der Grazer Innenstadt, erstellt von Malik Sharif vom Institut für Ethnomusikologie der Kunstuniversität Graz und den Studierenden seines Lehrforschungsprojektes. Des weiteren thematisieren Ulrich Morgenstern und Michael Fischer in zwei kontroversen Aufsätzen die im April 2014 erfolgte Umbenennung des „Deutschen Volksliedarchives“ in „Zentrum für Populäre Kultur und Musik“ an der Universität Freiburg.

Die Berichte der Bundesländervolksliedwerke und der fachverwandten institutionen in Österreich und Südtirol zeugen von deren vielfältigen und abwechslungsreichen Tätigkeiten, Projekten und Aufgaben in Vermittlung, Archivarbeit und Publikationswesen, zugleich aber auch von den Kürzungen der Fördermittel und deren Auswirkungen.

Neuerschienene Publikationen auf den Gebieten Volkslied, Volksmusik, Volkstanz, Volkspoesie und Brauch sind nicht nur in der ausführlichen, von der Mitarbeiterin im Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes Michaela Brodl zusammengestellten Bibliografie 2013 enthalten, sondern auch im abschließenden Rezensionsteil zu finden.

Band 64
Verzeichnis der Hauptbeiträge:

Beiträge zur Sommerakademie:

Konrad Köstlin: Wir und die Anderen – und: „I did it my way“

Iris Mochar: „Jodler und Juchezer, gesammelt von Josef Pommer“ – „kerndeutsch“. Die Kulturtechnik der Abgrenzung durch bestimmte Formen von Musik

Marie-Theres Stickler: HOBO, HONKY, HOOLAREI. Die Chemnitzer Concertina: Streifzüge durch die Ethnic German-Bohemian Music des amerikanischen Mittleren Westen

Ingeborg Geyer: Der Dialekt des Heimatliedes

Sonja Ortner: „Die alten ,Hådern‘ werden aber an neuen Liederbüchern vorbeiklingen.“ Gedanken zu gern gesungenen Heimatliedern in Tirol

Nachrichten aus Forschung und Praxis:

Bernhard Gamsjäger: Der Volkssänger Sepp Fellner (1877–1936)

Marija Klobcar: „Kaj si je zmislu Bonapart?“ – Was hat sich Bonaparte ausgedacht? Die Wahrnehmung der Franzosen in slowenischen Volksliedern

Gernot Niederfriniger: Das Raffele – vielseitig auf drei Saiten. Eine alpenländische Kratzzither blickt auf eine lange Tradition zurück

Malik Sharif u.a.: Straßenmusik in Graz, 2014: Ein explorativer Forschungsbericht

Thomas Nußbaumer: Volksmusik und Wettbewerb – Gedanken eines Symposions

Ulrich Morgenstern: Zur Umwidmung des Deutschen Volksliedarchivs in Freiburg (1914–2014): Ein persönlicher Rückblick

Michael Fischer: Tradition und Innovation – Das Deutsche Volksliedarchiv und das Zentrum für Populäre Kultur und Musik

 

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