Die Bücher

Satoshi Otsu: Die Opern in der Mozart-Biographik von 1800 bis 1920 Die Opern in der Mozart-Biographik von 1800 bis 1920
Ideologische Aspekte in der bürgerlichen Gesellschaft

Satoshi Otsu

Mille Tre Verlag, Wien 2013 • Bibliothek Wissenschaft
ISBN 978-3-900198-32-9
184 Seiten, 17 × 23,5 cm, Softcover
€ 33,00

Tamino – „der echte Märchenprinz, ritterlich, tapfer“, „mutig und dabei zart und feinfühlig“, oder „der fadeste aller Opernliebhaber, der dümmste unter allen Prinzen, der feigste aller ersten Tenöre, der beim Anblick einer Schlange in Ohnmacht fällt“?

Osmin – eine „orientalische Nichtswürdigkeit“ charakterisiert durch „Sklavensinn“, „sinnlose Grausamkeit“ und „läppische Brutalität“, oder „ein drolliger Bursche“, ein „höchst origineller und spaßhafter Buffo“?

Donna Anna – „das ideale Weib mit dem vollen Adel weiblicher Empfindung, weiblicher Sittlichkeit“, oder eine „leidenschaftlich Tobende“ die „Widerwillen erregt“ und „nie das sittliche Wohlgefallen erwecken“ kann?

Mozart – ein „echt deutscher Mann und Künstler“, der „das Heiligtum der nationalen Kunst seinem Volke erschließt“, oder „der Weltkomponist, der jede einseitige Nationalität von sich abstreifend, auf der Höhe der europäischen Musik steht“?

Anhand von Mozarts Opern untersucht Satoshi Otsu nicht nur die Vielfalt und Widersprüchlichkeit von Kunstwahrnehmung, sondern auch deren Zusammenhänge mit gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Agenden.

 

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